„Eigentlich hätte ich doch etwas sagen sollen.“ Sie kennen dieses Gefühl. Man weiss nicht so recht, ob jemand anderer in die Bresche springt, das Feld öffnet, thematisiert. Und dann geschieht nichts. Die Situation ist vorbei, die Gelegenheit auch. Später passt es nicht mehr.
Und doch bleibt das Gefühl zurück, dass man hätte sollen. Nur weshalb? Der Sache oder dem Ego zuliebe? Oder unterstützend? im Schweigen kann auch etwas von sich verbiegen stecken.
Morgen Nachmittag nehme ich an einer Sitzung teil und hoffe, dass dort auf den Tisch kommt, was auf den Tisch gehört. Ich finde es schwierig, wenn das Gefühl im Raum steht, dass noch ‚etwas’ kommen müsste.
Es ist schon anspruchsvoll, die beschriebene Herausforderung für sich selbst zu bewältigen. Die Komplexität nimmt zu, wenn man das für andere oder für die Gemeinde machen muss. Und vor allem, wenn am Tisch Menschen sitzen, die die gleiche Herausforderung haben und es ebenfalls gut machen wollen.
Ob ich Ihnen hier hätte sagen sollen, um welches Thema es geht?