Wunsch

Weihnachtszeit, Jahres-Ende. Wir wünschen uns eine beschauliche Adventszeit, ein geruhsames Weihnachtsfest im Kreis der Lieben, Glück und Gesundheit im Neuen Jahr. Ich schliesse mich gern an, wünsche Ihnen das Allerbeste.

Es wird wiederum so sein, dass man nicht jeden Gruss, jede Aufmerksamkeit, jedes Geschenk in gleichem Mass zurückgeben konnte, wie es sich eigentlich gehören würde. Wie soll man damit umgehen, ohne in inneren Stress zu geraten? Diesen Stress, den niemand wollte und der diese festliche Zeit ins Gegenteil des Beschaulich-Geruhsamen verkehrt?

Schreiben Sie sich auch selbst eine Karte, zu Weihnachten und zu Neujahr, stellvertretend für alle, die es nicht mehr geschafft haben, Ihnen zu schreiben, zum Beispiel ich. Danke!

Zum Schluss

Gestern traf ich meine Vorgänger, Siegfried Kobelt und Werner Walser, hörte Uzwiler Anekdoten. Meine Schlussfolgerung: Zu Kobelt’s und Walser’s Zeiten war man nicht nur Gemeindepräsident, sondern Gemeindammann. Das ist ein feiner Unterschied. Bei der Rolle „Gemeindammann“ geht die integrale Sorge um Mensch, Wirtschaft und Umwelt weiter. Präsidenten gibt es viele.

„Wer nicht sät, kann nicht ernten …“ Mit dieser Haltung gings durchs Jahr, durchs Leben. Darauf bedacht, möglichst viel richtig zu tun, auf dass es Ertrag bringen möge. Für Leib und Seele. Für andere und sich selbst. Und dann ist Adventszeit, Weihnachten, das Jahr geht zu Ende. Zeit, Rückschau zu halten. Da fällt mir auf, dass der Satz eine Fortsetzung braucht: „… und wer nicht erntet, kann nicht säen!“ Wenns so einfach wäre, das Ernten. Dazu gehört das Vertrauen, dass man aus der Ernte wieder Saatgut gewinnen kann. Dass etwas eine gute Fortsetzung findet, wieder keimt. Für diese Hoffnung steht Weihnachten.

Darf man so etwas überhaupt schreiben? Der Gemeindepräsident ist Präsident, kein Seelsorger. Diese Frage stellte sich früher der Gemeindammann nicht. Er wünschte Ihnen einfach schöne Weihnachten. Und das tu ich jetzt auch.

Rezept

Frohe Festtage! Das ist in dieser Zeit der meistgelesene Schlusssatz auf Karten, in Mails. Wie froh sind denn Festtage? Dieses Jahr dauern sie fast zwei Wochen. Das freut viele. Und jene, die allein sind? Gibt es ein Rezept gegen das Alleinsein? Wer sich für andere verantwortlich fühlt, hätte gern eins. Je grösser der Ort, desto weniger fällt Einsamkeit auf. Nur kann die Gemeinde nicht jede Suppe kochen.

Mit einem Weihnachtsgruss hat mir jemand ein kleines Kochbuch geschenkt. Es ist ein Skizzenbuch von Yvonne Rogenmoser, einer Illustratorin, mit der Überschrift «Urban Gardening», Rezepte aus den Gärten einer Stadt. Da ist zum Beispiel «Frau Gerolds Garten» in einem Aquarell gemalt und ein Rezept «Peterli – Pasta» mit wenig feingehacktem Liebstöckl. Raffiniert, einfach und günstig. Trotz schönem Büchlein: kochen muss man immer noch selbst, sei’s für sich oder für andere, als Rezept gegen das Alleinsein, für frohe Festtage.