Quelle

Diese Herbsttage bieten die ganze Palette von wunderbar farbig zu neblig-feucht, teils auch regennass. Der lange Sommer hatte südländischen Charme. Der Frühling schlug die Erwartungen. Alles bestens? Der Eindruck täuscht. So richtig anhaltend hat es schon Monate nicht mehr geregnet. Letztmals kam als es im Frühjahr zu den grossen Überschwemmungen. Das war vor einem halben Jahr. Seither haben Niederschläge unsere Wasservorräte kaum mehr aufgefüllt. Wir leben von der Reserve. Landwirte in der Region müssen teils seit Wochen Wasser zuführen. Technischen Betriebe sagen mir: Uzwil ist noch im grünen Bereich. Sollte es aber auch noch einen ’schönen‘ Winter geben und die Böden früh gefrieren, könnte es im nächsten Frühjahr ungewohnt kritisch werden.

Für den Wasserstand haben wir kein Gefühl, zum Beispiel. Und gehen davon aus, dass es dann schon jemand richtet. Ob Sintflut oder Dürre, den beiden Extremen kann man durch Vorsorge nur eine gewisse Zeit begegnen. Da lohnt es sich, nach der Quelle zu fragen.

Eine richtige Quelle zeigt Ihnen die Mannschaft der Technischen Betriebe am Samstag ab 10 Uhr im Vogelsberg.

Verkalkt

„Macht nichts“, sagen die Technischen Betriebe Uzwil. Auch die 100-jährigen Wasser-Leitungen seien in bestem Zustand. Der Trinkwasserinspektor bescheinigt dem Uzwiler Wasser beste Qualität. Und doch ärgern sich jeden Tag viele Leute: Kalk scheint das grösste Uzwiler Problem zu sein, so die Einwohnerzufriedenheitsanalyse. „Macht etwas!“, sagt der Bürger.

Kalk. Er hält sich hartnäckig in den Ecken der Duschkabine. Der undichte Spülkasten macht WC putzen zur Sisyphus-Arbeit. Weisse Spuren in der Glasvase, am Wasserhahn, in der Pfanne beweisen: Kalk ist allgegenwärtig. Und er bietet familiären Diskussionsstoff.

Der Gegenmassnahmen sind viele. In Internet-Foren wird geraten, dem Kalk mit Zahnpasta und alter Zahnbürste den Garaus zu machen. Andere empfehlen Grossmutter’s Gebissreiniger, verdünnte (!) Essig-, Ameisen- oder Zitronensäure oder einfach kalt abspülen. Es gibt Mittelchen, Steine und Magnete in jeder Preislage – die Grenze zum Hokus Pokus ist fliessend. Entkalken mit einer Salzanlage hat Nebeneffekte und verändert den Geschmack. So trägt man den Kalk als wertvollen Mineralstoff flaschenweise ins Haus. „Macht nichts“, sagt der Getränkehändler.