Hinten

Ich lese im Entwurf eines Berichts, kommentiere ihn beim Lesen elektronisch und stelle fest: das wäre auch noch zu sagen. Und jenes fehlt noch, gopf. Dieser Gedanke müsste doch am Anfang stehen.

Um dann festzustellen, dass fast alles noch kommt, einfach weiter hinten. Es kann eben nicht alles vorne stehen.

Derzeit hat der Kanton einen über 80-seitigen Bericht zum Thema ‚Frühe Förderung‘ – als vor dem Kindergarten – in Vernehmlassung gegeben. Schon im Bericht spürt man die ächzende Last, dass der Verfasser eben viel zu wenig Zeit gehabt habe, um das alles richtig aufzuarbeiten, wo es so wichtig wäre. Und den Gemeinden schwant schon, dass als Ausfluss dieses Berichts ein gerüttelt Mass an neuen Aufgaben kommen könnte. Schliesslich sollen unsere Kinder qualitativ hochstehend früh gefördert werden.

Das Muster ‚alles muss nach vorne‘ erkenne ich leider bei mir, aber auch im Thema ‚Frühe Förderung‘. Allerdings: Noch jüngere Kinder als die 0 bis 4 jährigen haben wir dann nicht mehr. Dann gibts nur noch Mozart für den Mutterbauch. Oder Genmanipulation.

Wir sollten dem Platz hinten mehr Bedeutung geben.