Warnung

5:51 Uhr, eine Warnung per WhatsApp: „Vor dem Rosenberg-Tunnel steht ein Blitzkasten!“ Aus dem Familien-, Freundes- und Arbeitskreis gibt es gelegentlich solche Warnhinweise. Nett gemeint, schliesslich ärgern Bussen.

Nicht nur das Umfeld warnt, auch die Polizei tuts. Sie publiziert aktuell, wo die semistationären Blitzkästen stehen.

Später am Tag fährt man gedankenverloren auf besagter Autobahn und zack, ein Blitzlicht und der ebenso schnelle Blick auf den Tacho: 88 km/h – kostet wohl 40 CHF. Fast gleichzeitig: „Gopf, das hätte ich wissen müssen!“

Früher konnte man sich hemmungslos über die Polizei ärgern, auf staatliches Raubrittertum schimpfen und mit dem Glauben hingeben, dass die Polizei überhöhte Budgetvorgaben zu erfüllen habe.

Das geht nicht mehr. Warnungen nehmen einem die Möglichkeit, auf Dritte hässig zu sein. Man muss sich selbst an der Nase nehmen.

Sie seien vor der Wirkung von Warnungen gewarnt.